FAU-Professorin als Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats wiedergewählt.

Porträt Prof. Dr. Anja Bosserhoff
Bild: Ingmar Henz

In der Wintersitzung des Wissenschaftsrats wurde Frau Professor Anja Boßerhoff (Leitung Lehrstuhl für Biochemie und Molekulare Medizin am Institut für Biochemie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) in Ihrem Amt als Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission bestätigt.

Für Frau Professor Boßerhoff, seit Oktober 2014 Lehrstuhlinhaberin Biochemie und Molekulare Medizin der FAU, eine große Ehre: „Die Aufgabe ist besonders spannend, da sie andere Schwerpunkte setzt, verglichen mit dem, was Wissenschaftler normalerweise tun“, sagt Frau Professor Boßerhoff. „Wir forschen vor allem zu molekularen Mechanismen von bösartigen Melanomen. Doch durch die Arbeit im Wissenschaftsrat erhält man auch tiefergehende Einblicke in die Welt der Wissenschaftspolitik.“

In Zukunft wird sie als Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission weiter mitentscheiden können, welcher Themen sich der Wissenschaftsrat annimmt und Kontakte zu anderen in- und ausländischen wissenschaftlichen Institutionen und Wissenschaftsräten pflegen. Besonders begeistert Professorin Boßerhoff auch der mit der Position verbundene Vorsitz im Forschungsausschuss des WR, in dem zentrale Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens behandelt werden.

Die Wissenschaftliche Kommission des Wissenschaftsrats, deren Mitglied Frau Prof. Boßerhoff seit 2017 ist, hat 32 Mitglieder. Die Mitglieder werden vom Bundespräsidenten berufen, 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK,) der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und der Leibniz-Gemeinschaft sowie acht Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf gemeinsamen Vorschlag der Bundesregierung und der Landesregierungen.

Zum Wissenschaftsrat:

Der Wissenschaftsrat zählt zu den wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremien in Deutschland. Er soll unter anderem dazu beitragen, die Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland im nationalen und europäischen Wissenschaftssystem zu sichern. Die Mitglieder des Wissenschaftsrats geben Empfehlungen und Stellungnahmen sowohl zur Struktur, Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung von wissenschaftlichen Institutionen als auch zu Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.