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Anja Boßerhoff, Leiterin des Lehrstuhls für Biochemie und Molekulare Medizin, Institut für Biochemie, wurde in der Wintersitzung des Wissenschaftsrats zur neuen Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission gewählt. Professorin Boßerhoff hat seit Oktober 2014 den Lehrstuhl für Biochemie und Molekulare Medizin der FAU inne, wo sie schwerpunktmäßig an den molekularen Mechanismen von bösartigen Melanomen forscht. Seit 2017 berät sie in ihrer Funktion als Mitglied im Wissenschaftsrat zusammen mit den anderen Mitgliedern die Bundesregierung sowie die Bundesländer zu inhaltlichen und strukturellen Entwicklungen in der Wissenschaft sowie im Hochschulbereich. Im Januar wurde sie zur Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission gewählt. Wie alle Ämter im Wissenschaftsrat, wird auch der Vorsitz der Wissenschaftlichen Kommission in einer jährlichen Wahl wiederbestätigt.

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Ein Erlanger Team aus Medizinern und Grundlagenwissenschaftlern konnte einen neuen Mechanismus entschlüsseln, bei dem Leberkrebszellen für ihr bösartiges Wachstum einen Stoff ausnutzen, der von gutartigen Leberzellen gebildet wird. In der Zukunft könnten Medikamente dieses Verhalten der Leberkrebszellen verhindern. Diese wegweisenden Erkenntnisse der Erlanger Forscher wurden im Fachblatt Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. Von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (German Association of the Study of the Liver, GASL) wird jährlich der mit 3.000 Euro dotierte GASL-Preis der YAEL-Stiftung für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten vergeben.

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Leberkrebs ist eine äußerst bösartige Tumorart, an der jährlich circa 800.000 Menschen weltweit sterben. Alleine in Deutschland erkranken pro Jahr 9.000 Menschen neu an Leberkrebs. Er gehört damit zu den häufigsten Krebstodesursachen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der FAU und des Universitätsklinikums Erlangen (UKER) hat einen Mechanismus entschlüsselt, bei dem Leberkrebszellen für Ihr bösartiges Wachstum einen Stoff ausnutzen, der von gutartigen Leberzellen gebildet wird. Für diese grundlegende Arbeit zeichnet die Walter-Siegenthaler-Gesellschafft für Fortschritte in der Inneren Medizin den Leiter der Studie, Dr. Peter Dietrich, Medizinische Klinik 1, Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des UKER sowie Lehrstuhl für Biochemie und Molekulare Medizin der FAU, mit dem Wissenschaftspreis 2020 aus. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichte das Forschungsteam im Journal of Clinical Investigation.